Projekt
Kübler-Areal Stuttgart
Produkt
Kandela® T38 / Trennwände, Tür Kandela® S26/S40
Dimension
60m²
Jahr
2018
Ort
Fuchseckstr. 21A, 70188 Stuttgart
Projektbeteiligte
Rolf Krumm, Dipl.-Ing. Architekt, Stuttgart

Kübler-Areal Stuttgart

Büros für Kreative im historischen Gebäude

…mit coolen Trennwänden aus Wabenkunststoff

 

Seit dem Einstellen der Produktion in den 70er Jahren finden kreative Firmen Büroräume im historischen Gebäudeensemble einer ehemaligen Strickwarenfabrik in Stuttgart. In dem im Bauhausstil geplanten Bauwerk von 1928 kommen transluzente Trennwände aus Wabenkunststoff der Herforder Wacosystems zum Einsatz.

In dem Ensemble war einst die Strickwarenfabrik Paul Kübler ansässig, ein führender Hersteller für modische Damen-, Herren-, und Kinderbekleidung. Während der Blütezeit beschäftigte das Unternehmen hier weit über 1.500 Mitarbeiter. Mit dem Einstellen der Produktion wechselte das Familienunternehmen sein Geschäftsfeld vom produzierenden Betrieb hin zur Verwaltung und Vermietung von Immobilien.

 

Variabler Grundriss

Das 1928 im Bauhausstil als Stahlbetonskelett-Konstruktion errichtete Gebäude mit einer Stützenreihe in der Mitte im Achsmaß von sechs Metern eignet sich hervorragend für Firmen, die viel Fläche benötigen und Großzügigkeit schätzen. So kann der Grundriss entsprechend den Nutzerwünschen variabel und frei aufgeteilt werden. Große Fensterflächen und die bis zu 3,30 Meter hohen, hellen Räume sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Ausgestattet sind die Räumlichkeiten überwiegend mit historischem Fischgrätparkett, was damals für Unternehmen der Textilindustrie üblich war.

Der Geschäftsführer der Paul Kübler & Co GmbH, Rolf Krumm, ist Architekt und legt großen Wert auf eine ansprechende, durchgängige Architektursprache. Darüber hinaus sollen für die dort ansässigen Unternehmen, die oftmals Start-ups sind, die Mieten bezahlbar sein. 9 € pro Quadratmeter berechnet das Unternehmen seinen Mietern.

Zusammen mit dem Mieter analysiert Krumm den Bedarf, plant die Raumnutzung und erstellt die Ausführungsplanung. Um genügend Licht in die Raummitte zu bekommen, aber dennoch Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, setzte Krumm ursprünglich zur Zonierung der Räume Profilbauglas ein. Allerdings wurde zum Einbau sowohl ein Schlosser, ein Schreiner und ein Glaser benötigt und die Lösung war dem Architekten gestalterisch nicht ansprechend genug.

 

Wabenstruktur mit dreidimensionaler Tiefenwirkung

In einer Materialbibliothek für Architekten stieß der Geschäftsführer auf die Wabenpaneele von Wacosystems und forderte Materialproben beim Hersteller an. Als ein Mieter kündigte und ein Softwareunternehmen gleichzeitig mehr Fläche benötigte, entschied sich der Architekt, die transluzenten Paneele zur Abtrennung der Räume einzusetzen. Nicht nur die interessanten optischen Effekte ‑ je nach Betrachtungswinkel variiert die Optik zwischen klarer Durchsicht und diffuser Lichtstreuung ‑ und die dreidimensionale Tiefenwirkung der Wabenstruktur überzeugte den Geschäftsführer. Auch sind die Gesamtsystemkosten aufgrund der kurzen Einbauzeiten deutlich günstiger als die Lösung mit Profilbaugläsern.

Für eine Erweiterung wählte Krumm das Material ViewPan PET, reichte hier ein Schallschutz von 24 dB. Außerdem ist das Material kostengünstiger als ViewPan PMMA. Da das Unternehmen für Besprechungen Rückzugsmöglichkeiten benötigte, plante der Architekt eine Flucht von Besprechungsräumen entlang der Fassade. Diese sind seitlich durch Gipskartonwände abgegrenzt und zum Open Space hin mit den Trennwänden von Wacosystems abgetrennt. Da bei der zweiten Erweiterung die Raumhöhe 3.230 mm betrug – eine Höhe der Wände und Türen aber aus produktionstechnischen Gründen nur von maximal drei Meter möglich ist –, sind die Trennwände auf einer Höhe von 200 mm gestoßen und die Alublockzargen für die Türen in die Wände integriert.

 

Material wird vorkonfektioniert geliefert

Vorteilhaft für Krumm war, dass sein Trockenbauer die Wände nach einer kurzen Schulung durch Wacosystems problemlos einbauen konnte. Der Hersteller lieferte die von Krumm ausgemessenen Wände und Türen vorkonfektioniert auf der Baustelle an. Der Trockenbauer musste nur noch die Aluminium-Randprofile auf dem Boden verschrauben und die Wände einsetzen. In nur zwei Tagen war dieses von drei Monteuren erledigt und das Softwareunternehmen konnte von den neuen Räumen Besitz nehmen.

Die Zonierung durch die Trennwände aus Wabenkunststoff ist im Kübler-Areal auf große Begeisterung gestoßen. So haben sich die anderen Mieter nach und nach die Räumlichkeiten des Softwareunternehmens angesehen und ihr Interesse an den Trennwänden bekundet. Sollte es zu baulichen Veränderungen kommen, wird Rolf Krumm auch die neuen Büros mit den Wabenpaneelen zonieren. Denn die Trennwände sind nicht nur eine wirtschaftliche Lösung und leicht zu verarbeiten, sondern auch architektonisch anspruchsvoll und passen gut in das kreative Ambiente.

 

Bauherr:               Paul Kübler & Co. GmbH, Stuttgart,
(www.kuebler-areal.de)

Trockenbauer:      IVO Raumausstatter, Stuttgart,
(www.ivo-raumausstatter.de)